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Der Minikredit während Corona – eine gute Option?

Neben den gewöhnlichen Ratenkrediten oder auch einem Dispositionskredit gibt es seit geraumer Zeit am Finanzmarkt eine weitere Finanzierungsalternative, die durchaus interessant sein kann: der Minikredit. Gerade während der Coronakrise stellen sich zahlreiche Kreditsuchende die Frage, ob Minikredite eine Lösung sein können, um den vorhandenen Finanzierungsbedarf zu decken.

Worum handelt es sich beim Minikredit?

Lassen Sie uns zunächst kurz darauf eingehen, worum es sich eigentlich bei einen Minikredit handelt. Diese kleinen Darlehen stammen indirekt von Banken, auch wenn meistens nur die Spezialanbieter bekannt sind. Diese kooperieren zwar stets mit Kreditinstituten, sind aber für das Produkt verantwortlich.  Minikredite sind dadurch gekennzeichnet, dass die Darlehenssummen verhältnismäßig niedrig angesetzt sind. 

Je nach Anbieter bewegen sich die Konditionen innerhalb eines Rahmens von 100 bis 1.500 Euro. Dies wiederum bedeutet, dass Sie Minikredite nur für relativ geringe Finanzierungsausgaben nutzen können.

Die Rückzahlung des Minikredites findet nicht über viele Monate hinweg statt, sondern für gewöhnlich müssen Sie das Geld innerhalb von ein bis zwei Monaten an den Darlehensgeber zurückzahlen. Allerdings stellen zum Beispiel Vexcash oder auch Ferratum gegen eine Extragebühr auch Laufzeiten von bis zu sechs Monaten zur Verfügung. An den Zinsen verdienen die Anbieter oft ohnehin nichts bzw. nicht viel. Daher beläuft sich der Zinssatz bei vielen Angeboten sogar auf null Prozent. Ein weiteres Merkmal der Minikredite sind allerdings die kostenpflichtigen Zusatzoptionen, wie zum Beispiel die Mehr-Raten-Option oder die Sofortauszahlung. Diese Eigenschaften sollten Sie kennen, um anschließend beurteilen zu können, ob der Minikredit – insbesondere in der Coronakrise – die richtige Wahl sein kann.

Kann der Minikredit die Ausgaben in der Coronakrise abdecken?

Zahlreiche Kreditnehmer fragen sich derzeit mit Recht, ob der Minikredit dazu geeignet ist, die oft erhöhten Ausgaben oder finanzielle Engpässe während der Coronakrise abzudecken. Die Antwort auf diese Frage lautet allerdings meistens: Nein! In manchen Fällen reicht der Minikredit sicherlich aus, um kleinere Ausgaben zu decken. Wie allerdings bereits beschrieben, bewegt sich die maximale Darlehenssumme bei Minikrediten je nach Anbieter auf 1.000 oder höchstens 1.500 Euro. Es kann sich also nur um relativ geringe Ausgaben handeln, die Sie vorübergehend durch den Minikredit abdecken können.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt:  Minikredite müssen Sie für gewöhnlich innerhalb eines oder maximal zwei Monaten zurückzahlen.  Das bedeutet, dass Sie schon wenige Wochen nach der Aufnahme des Minikredites ausreichend Liquidität haben müssen,
um das Darlehen vollständig zu tilgen. Gerade das ist jedoch innerhalb der Coronakrise für viele Personen und auch kleine Unternehmen ein Problem, nämlich fehlende Liquidität. Sie haben zwar bei den meisten Minikredit-Anbietern die Möglichkeit, eine sogenannte Mehr-Raten-Option in Anspruch zu nehmen. Dann haben Sie zwischen drei und sechs Monaten Zeit, um das Darlehen zurückzuzahlen. Allerdings verursacht diese Option zusätzliche Kosten.

Insgesamt ist also festzuhalten, dass der Minikredit in den meisten Fällen während der Coronakrise zum Decken erhöhter Ausgaben keine gute Lösung ist. Vielmehr sollten Sie dann entweder einen Dispositionskredit nutzen, denn dort besteht zunächst keine Rückzahlungsverpflichtung. Oder aber, Sie entscheiden sich für einen Ratenkredit, den Sie über einen längeren Zeitraum mit relativ moderaten Raten tilgen können. Hier kommen wir jedoch zu einem anderen Problem, nämlich wie sich Banken innerhalb der Krise gegenüber Kreditsuchenden verhalten.

Wie arbeiten die Banken in der Krise?

Die Coronakrise hat nahezu die gesamte Wirtschaft getroffen. Dazu zählen nicht nur große Unternehmen sowie der Staat mit seinen massiven Ausgaben, sondern auch viele Bürger, kleinere und mittlere Unternehmen. Vor allem in manchen Branchen stehen nicht wenige Betriebe vor dem Aus, wie zum Beispiel:

  • Reisebranche
  • Hotellerie
  • Restaurants
  • Freizeitveranstalter
  • Kulturtreibende
  • Einzelhandel

Zwar gibt es grundsätzlich momentan für viele Unternehmen die Möglichkeit, für ihre Mitarbeiter Kurzarbeitergeld zu beantragen und die entsprechenden Gelder vom Staat zu erhalten. Trotzdem existieren auf breiter Ebene Einkommensbußen, sodass breitflächig verteilt die Bonität der Menschen im Durchschnitt gesunken ist. Dies wiederum führt dazu, dass die meisten Banken auch bei der Kreditvergabe deutlich vorsichtiger als vor Corona agieren.

Dieses Vorgehen ist durchaus nachvollziehbar. Natürlich sind die Banken gegenüber ihren Einlagekunden dazu verpflichtet, vor der Vergabe eines Kredites möglichst genau zu prüfen, ob der Kunde voraussichtlich in der Lage sein wird, das Geld ordnungsgemäß zurückzahlen.  Da also die Kreditwürdigkeit im Durchschnitt gesunken ist, ziehen die Banken daraus die Konsequenz, vorsichtiger bei der Bereitstellung von Ratenkrediten zu sein.  Insofern existieren für Kreditsuchende innerhalb der Coronakrise gleich zwei Probleme, nämlich dass Minikredite oft nicht ausreichend hoch und Ratenkredite schwerer erhältlich sind. Wenn Sie aktuell einen Ratenkredit erhalten möchten, müssen Sie mindestens die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Volljährigkeit
  • Kein negativer Eintrag in der Schufa
  • Festes Einkommen aus abhängiger Beschäftigungn
  • Positive Einnahmen- und Ausgabenrechnung

Bei höheren Darlehenssummen sollten Sie zudem Sicherheiten stellen können, wie zum Beispiel eine Bürgschaft oder die Verpfändung von Wertpapieren. Die Flexibilität der Banken hat also im Zuge der Coronakrise definitiv nachgelassen, sodass es schwerer ist, einen Ratenkredit zu erhalten.

Minikredite doch die geeignete Alternative?

Wenn es darum geht, ob Sie bessere Chancen haben, einen Ratenkredit oder einen Minikredite zu erhalten, spricht wiederum Vieles für die Kleinstkredite. Vorausgesetzt, dass Ihnen eine Darlehenssumme von maximal 1.500 Euro reicht, sind Minikredite im Vergleich zu Ratenkrediten aufgrund der zuvor angesprochenen Situation wesentlich flexibler. Bei Kleinstkrediten erhalten Sie den Darlehensbetrag oft auch unter der Voraussetzung, dass Sie ein negatives Merkmal in der Schufa haben.

Bei Ratenkrediten hingegen wäre dies – vor allem aufgrund der vorsichtigeren Vorgehensweise der Banken – zumindest für deutsche Kreditinstitute nahezu undenkbar.  Falls Sie also tatsächlich kurzfristigen Kapitalbedarf haben und wissen, dass Sie den Kredit innerhalb der nächsten Wochen bzw. in wenigen Monaten zurückzahlen können und Ihnen Darlehenssummen von bis zu 1.500 Euro reichen, ist der Minikredit sicherlich doch die beste Lösung am Markt. 

Hinzu kommt noch ein praktischer Fakt: Ratenkredite werden oft ohnehin erst ab Darlehenssummen von 2.500 oder 3.000 Euro vergeben. Wenn Sie jedoch nur 1.000 Euro benötigen, ist der Minikredit nahezu die einzige Finanzierungsalternative am Markt. Es käme zwar noch der Dispositionskredit infrage, jedoch ist der Rahmen oftmals bereits ausgeschöpft oder die Bank räumt Ihnen aufgrund mangelnder Bonität
erst gar keine Kreditlinie auf dem Girokonto ein. Dann ist der Minikredit ebenfalls eine gute Alternative, da eben die Voraussetzungen für die Vergabe der Kleinstkredite nicht so streng wie bei gewöhnlichen Ratenkrediten der Banken sind.

Fazit zum Minikredit in der Coronakrise

Für die meisten Menschen wird der Minikredit in der Coronakrise voraussichtlich keine passende Lösung sein. Dies war allerdings auch vor der Corona-Pandemie häufig der Fall und liegt daran, dass Kleinstkredite nur bis zu Darlehenssummen von höchstens 1.500 Euro vergeben werden. Das jedoch reicht für die meisten Kreditnehmer nicht zum Decken der Ausgaben. Sollte der Betrag für Sie allerdings ausreichend sein, ist der Minikredit eine gute Lösung. Sie erhalten ihn leichter als Ratenkredite der Banken und haben somit eine flexible Finanzierungslösung. Zwar sind Kleinstkredite insbesondere aufgrund ihrer kostenpflichtigen Zusatzoption relativ teuer. Auf der anderen Seite müssen Sie diese zusätzlichen Optionen natürlich nicht in Anspruch nehmen.



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