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Überschuldete Personen haben dank der Restschuldbefreiung die Möglichkeit, einen Teil ihrer Schulden erlassen zu bekommen. Die Restschuldbefreiung findet im Rahmen der Insolvenz statt und hilft der überschuldeten Person dabei, schuldenfrei zu werden. nach einer Restschuldbefreiung und der zugehöriger Wohlverhaltensphase ist ein Kredit möglich.

Kredit trotz Restschuldbefreiung

Kredit trotz Restschuldbefreiung Foto: istock/AlexStar

Zwar entlastet die Restschuldbefreiung für einen kurzen Moment – dennoch ist die zugehörige Insolvenz nicht ohne. Dieser Schritt sollte gründlich durchdacht werden, denn eine Insolvenz braucht unter anderem viel Selbstdisziplin. Weiterhin beeinträchtigen die sechsjährige  Insolvenz und die folgende Restschuldbefreiung Ihre Bonität. Sie ist danach nicht spurlos wieder hergestellt. ein Kredit nach der Restschuldbefreiung kann deshalb problematisch werden. Dennoch: Bei Überschuldung und nach der Insolvenz ist die Restschuldbefreiung eine große Entlastung. Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten für einen Kredit.

Restschuldbefreiung – was ist das?

Die Restschuldbefreiung ist ein Instrument aus dem Insolvenzrecht. Mit ihr wird dem Schuldner ein Teil seiner Schulden entlassen – vorausgesetzt, er hat die Wohlverhaltensphase anstandslos hinter sich gebracht. Die Wohlverhaltensphase dauert hierzulande sechs Jahre, in denen der Schuldner keine neuen Schulden machen darf und seine Ratentilgungen bedienen muss. Ein Insolvenzverwalter oder Rechtsanwalt betreut den Schuldner während dieser Phase. Wenn der Schuldner eine Restschuldbefreiung in Anspruch nehmen möchte, muss er sie zur selben Zeit wie seine Insolvenz beantragen. Nachträglich ist es nicht möglich. Doch Vorsicht: Ein Antrag bedeutet noch nicht die Zustimmung des zuständigen Gerichts. Das Wichtigste ist für den Schuldner, stets korrekte Angaben zu machen und seine Mitwirkungspflicht zu beachten.

Restschuldbefreiung – wie funktioniert sie?

Die Restschuldbefreiung startet mit dem Zeitpunkt der Insolvenzanmeldung gemäß einem Konzept, das ein Anwalt oder Insolvenzberater zuvor ausgearbeitet hat. Demnach muss der Schuldner nur einen Teil seiner Schulden tatsächlich selbst begleichen. Die Restschuldbefreiung bedeutet das Ende der Insolvenz. Aber: Eine erteilte Zustimmung kann zurückgenommen werden, wenn der Schuldner die Auflagen der Wohlverhaltensphase nicht erfüllt. Möglich ist die Restschuldbefreiung ab dem 3. Insolvenzjahr. Voraussetzung: Der Schuldner hat bereits 35 % der Schulden abgetragen. Wenn er das geschafft hat, könnte er zusätzlich zu den Restschulden von allen weiteren zu tragenden Außenständen befreit werden.

Ausnahmefall: Sind schon nach 5 Jahren die meisten Schulden getilgt, ist die Restschuldbefreiung schon dann möglich. Die Regel sind aber sechs Jahre.

Befreiung von Restschulden: Für wen?

Schuldner, die in den ersten drei Jahren schon 35 % der Schulden getilgt haben, können die Restschuldbefreiung in Höhe von bis zu 65 % in Anspruch nehmen. Natürlich müssen sie zudem alle Anforderungen der Insolvenz erfüllen und gut mitarbeiten.

Kann die Restschuldbefreiung abgelehnt werden?

Ja, wenn Folgendes eintritt:

  • Eidesstattliche Versicherung wurde mit falschen Angaben eingereicht
  • Antragsteller kommt der Möglichkeit einer adäquaten Schuldentilgung nicht nach
  • Wirtschaftliche Verhältnisse werden falsch angegeben
  • Versäumnis der Meldepflicht

Erfüllen Schuldner aber alle Pflichten, sind die Aussichten auf eine Restschuldbefreiung gut. Ist die Insolvenz vorbei, müssen sie keine großen Einschränkungen mehr befürchten.

Gut zu wissen: Nicht einzelne Gläubiger erhalten die Zahlungen, sondern ein beauftragter Treuhänder.

Kredit nach der Restschuldbefreiung – ist das möglich?

Leider vergibt nicht jede Bank einen Kredit nach der Restschuldbefreiung. Schließlich wird eine Insolvenz in der Schufa vermerkt und verringert den Bonitätsscore. Andererseits wird vermerkt, dass Sie Ihre Verpflichtungen zur Tilgung eingehalten haben. Dennoch: Ein Kredit nach der Restschuldbefreiung ist nur eingeschränkt möglich – größere Finanzierungen können Sie vorerst nicht mehr planen.

Restschuldbefreiung: die Voraussetzungen

Zeigen Sie, dass:

  • Sie keine neuen Schulden gemacht haben
  • Sie Ihren Verbindlichkeiten nachgekommen sind
  • Sie einen sicheren Arbeitsplatz und ein vernünftiges Einkommen haben
  • Sie seriös und zahlungswillig sind

Nur wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und Ihre Schufa keine neuen Eintragungen aufweist, können Sie einen Kredit nach der Restschuldbefreiung beantragen und mit einer Zusage rechnen.

Wenn sie hingegen keine Arbeit haben oder Geringverdiener sind, sieht die Bank keine Sicherheiten.

Wenn diese Punkte nicht erfüllt sind, wird es sehr wahrscheinlich mit dem neuen Kredit nicht klappen.

Welche Bank gibt einen Kredit nach der Restschuldbefreiung?

Die beste Empfehlung ist sicher Ihre Hausbank. Dort kennt man Sie und Ihr Berater hat Einblick in Ihre finanzielle Situation. Alternativ ist auch ein Online-Kredit möglich – oft sind diese Banken kulanter. Vor allem wenn Sie einen Kredit nach Restschuldbefreiung ohne Schufa suchen, finden Sie hier gute Angebote.

Doch Vorsicht: Fragen Sie nicht parallel bei mehreren Banken nach einem Kredit! Dies würde in der Schufa vermerkt und verschlechtert Ihre Bonität noch weiter.

Dies sind die Ablehnungsgründe für den Kredit nach Restschuldbefreiung

Banken lehnen Ihre Kreditanfrage ab, weil die Sicherheit gering und die Gefahr des Ausfalls groß ist. Natürlich haben Sie Ihre Zahlungswilligkeit mit dem Durchführen der Insolvenz unter Beweis gestellt. Dennoch haben Sie die Insolvenz durch Ihr Verhalten herbeigeführt.

Wenn Sie nun einen Kredit nach der Restschuldbefreiung beantragen, bewertet die Bank nicht Ihre Person, sondern allein den finanziellen Hintergrund. Eine Insolvenz ist ein Grund der Ablehnung, aber auch die geringe Bonität steht der Kreditvergabe entgegen.

Fazit

Für Ihren Kredit nach Restschuldbefreiung ist Vergleichen wichtig. Gucken Sie nach Banken, die einen Kredit ohne Schufa anbieten – möglicherweise, weil sie im Ausland sitzen. Denn auch wenn die Schulden getilgt sind: Bis zur vollständigen Wiederherstellung Ihrer Bonität vergehen noch mindestens drei Jahre.

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