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N26 Skandal – Vor Ort Überwachung durch BaFin

Kaum eine Neobank hat in den letzten Jahren für so viele Schlagzeilen gesorgt wie N26. Diese Fin-Tech-Bank besteht seit 2013 und wurde zum Thema, da es die erste Bank in Deutschland war, deren Dienstleistungen man ausschließlich per Smartphone bedienen kann. Das deckt die Kontoführung ab und auch Kreditanfragen. Ein Skandal folgt dem anderen und nun mischt sich erneut die BaFin ein.

N26 Skandal:
BaFin sieht sich gezwungen eine “Anordnung zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung” zu verhängen.

Wer hinter N26 steht

Die Firma Papayer GmbH startete als vielversprechendes Fin-Tech-Unternehmen und war sozusagen der Vorläufer von N26. Zwei Jahre später wurde daraus Number26, mit Wirecard im Nacken, welches einen der größten Finanzskandale der letzten 20 Jahre auslöste. Seit 2016 nennt sich Number26, einfach N26.

Es kursieren verschiedenste Zahlen über die tatsächliche Kundenzahl von N26 und diese sind häufig widersprüchlich, wikipedia gibt 5 Millionen weltweite Kunden an für Anfang 2020. Ebenfalls Anfang 2020 verlor N26 seine Banklizenz für Großbritannien und musste somit über 100.000 Kunden das Konto kündigen. Offiziell nannte N26 den Brexit als Grund, doch hier wäre eine Übergangslizenz auch nach dem Brexit problemfrei möglich gewesen. Was auch immer die wahren Gründe waren für den Rückzug aus Großbritannien, diese hat N26 nie genannt.

Der Multimilliardär und Ex-Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, ist größter Anteilseigner von N26, neben Allianz X, Earlybird Venture Capital und dem chinesischen Online Unternehmen Tencent Holding, welches ebenfalls einige Skandale hinter sich hat.

Die N26 Skandale

2016 kam es häufiger vor, dass N26 grundlos Konten kündigte. Dabei handelte es sich um Kunden, die besonders oft Geld abgehoben haben. Die genauen Gründe wurde nie richtig erklärt, es gab nur ein Statement, dass sich die kostenlosen Abhebungen nicht mehr rentieren würden. Darauf folgend beschränkte N26 das unbegrenzt kostenlose Abheben auf 5 Abhebungen pro Monat.

Das Unterprodukt N26 Invest wurde vom Verbraucherschutz kritisiert, da die Gebühren zu hoch waren, als dass es sich für kleine Summen hätte lohnen können. Und genau darauf wurden die Verbraucher nicht hingewiesen.

Der Chaos Communication Congress, das wahrscheinlich renommierteste Treffen der deutschen Hackerszene machte Sicherheitsprobleme publik. So hat der Sicherheitsforscher Vincent Haupert auf Probleme an diversen Programmierschnittstellen hingewiesen und zusätzlich auf einen indiskreten Kundensupport, der Kundendaten freigab, wodurch Überweisungen von fremden Konten getätigt werden konnten.phishing

2018 kam es mehrfach zu Identitätsbetrug mit von N26 abgefangenen Ausweisdokumenten. Zusätzlich war das durchgeführte Foto-Identifikationsverfahren absolut unsicher und die BaFin rügte N26 dafür, da dieses Verfahren auch mit gefälschten Dokumenten ausgeführt werden konnte. Somit unterlag dieses Verfahren nicht den Standards des Geldwäschegesetzes. Ganz im Gegensatz zum Video-Ident-Verfahren, welches so ziemlich alle seriösen Kreditanbieter nutzen.

2019 gab es mit vielen Kundenkonten Probleme. Das schlimmste überhaupt passierte, Geld auf hunderten von Konten verschwand. Damit einhergehend kam es zu massivem Phishingbetrug, der wiederum aus Sicherheitslücken von N26 resultierte. Anstatt das Problem verantwortungsbewusst zu klären, gab es nicht einmal einen richtigen Support, nur eine FAQ Seite. Ein sehr ausführliches Beispiel zu diesem Skandal bot der Spiegel mit einem Interview mit einem Betroffenen, der umfangreich die abweisende Art von N26 beschreibt.

Doch nicht nur Kunden beschwerten sich über N26, auch andere Geschäftspartner äußerten sich öffentlich negativ über die unzureichende Erreichbarkeit seitens N26.

2019 haute N26 einen Skandal nach dem anderen heraus. Auch auf Seite des Datenschutzes agierte N26 unprofessionell und erhielt die bis dato höchste Strafe die wegen Datenschutzvergehen verhängt wurde, nämlich 50.000 Euro.

Die BaFin hatte umfangreiche Mängel hinsichtlich der Vorkehrungen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung festgestellt und forderte N26 auf die bestehenden Mängel zu beseitigen. Das Image von N26 sank so tief, dass einige Banken jegliche Transaktionen an und von N26 einstellten.

Die Finanzaufsicht BaFin kritisierte N26 bereits mehrfach. Bisher gab es jedoch kaum richtige Konsequenzen. Endlich geschieht etwas, es wurde eine Anordnung zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung am 11. Mai 2021 rechtskräftig gemacht und nun wird ein Sonderbeauftragter N26 intern überwachen, um die Prozesse in eine rechtlich gültige Richtung zu leiten. Was kommt als Nächstes?

Auch in unserem Anbieter Artikel zu N26 haben wir bereits 2018 auf diverse Unstimmigkeiten hingewiesen und diesen Artikel seit dem regelmäßig aktualisiert. Besonders kritisch anzumerken sind die vielen sehr negativen Bewertungen, die im Netz zu finden sind. Ob bei trustpilot oder anderen Bewertungsplattformen, überall sind enorm kritische Kundenaussagen zu finden in einem überproportionalen Ausmaß. Natürlich finden sich auch gute Bewertungen, davon sogar mehr als schlechte. Aber wenn circa 40 % der Bewerter die Note 6 vergeben, dann ist das ein Grund die Alarmglocken klingeln zu lassen.

Selbst als Arbeitgeber scheint N26 eine Katastrophe zu sein, denn die Bewertungen auf kununu sind zum Teil noch schlimmer. Natürlich hängen Arbeitnehmerbewertungen und die tatsächlichen Dienstleistungen nicht unbedingt zusammen. Aber wer all die unzufriedenen Bewertungen sieht, weiß schnell, dass der Support bestimmt nicht besonders gut funktionieren kann und dass auch sonst intern einiges nicht stimmen kann. Sowas wirkt sich früher oder später auf die Dienstleistungen und somit auf den Kunden aus.

Finger weg von N26, es gibt genug Alternativen, die sicher sind

Wir raten aufgrund des fürchterlichen Images von N26, den zahlreichen negativen Kundenbewertungen und der ebenfalls negativen Mitarbeiterbewertungen dringend davon ab, die Dienstleistungen von N26 zu beanspruchen.

Wenn es wirklich nötig ist einen Finanzdienstleister zu überwachen weil dieser mehrfach Probleme hat wegen Geldwäsche und dem Zulassen von Terrorismusfinanzierung, dann ist es eigentlich ein Wunder, dass so ein Unternehmen überhaupt noch existiert.

Gerade beim Thema Geld ist jedem Sicherheit wichtig. Wer einen Anbieter mit ähnlichem Angebot sucht, nur eben in seriöser Form, bei dem eine Kreditbeantragung per App möglich ist, dem können wir getrost Cashcape empfehlen. Wer auf Kredite per App verzichten kann und eine normale online Beantragung reicht, ist bei Ferratum und Vexcash gut aufgehoben. Was wohl der nächste N26 Skandal sein wird?



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