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Finanzielle Hilfen und Kredite in der Coronakrise – ein aktueller Überblick

Wir aktualisieren diesen Artikel fortlaufend für Sie. Letzte Aktualisierung am 08.04.2020.

Nachdem feststeht, dass die Coronakrise auch wirtschaftlich gravierende Folgen haben wird, gibt es mittlerweile eine Reihe von beschlossenen Maßnahmen des Bundes und der Länder. Ganz aktuell wurde ein Hilfspaket im Umfang von 156 Milliarden Euro verabschiedet. Auf der einen Seite sind Kredite, Steuerstundungen und Zuschüsse für die Betroffenen äußerst wichtig und können die Existenz sichern. Auf der anderen Seite haben allerdings – insbesondere aufgrund der unterschiedlichen Hilfen in den einzelnen Bundesländern – viele Bürger den Eindruck, dass es sich um einen regelrechten Dschungel von Hilfsangeboten handelt. In unserem Beitrag erfahren Sie, welche Maßnahmen aktuell bundesweit feststehen. Zudem geben wir einen Überblick darüber, welche Hilfen und Kredite die einzelnen Bundesländer zur Verfügung stellen.

 

 

Umfangreiches Hilfspaket für nahezu alle Betroffenen

Die guten Nachrichten: Das vom Bund verabschiedete Hilfepaket mit einem Volumen von 156 Milliarden Euro kommt im Prinzip nahezu jedem Betroffenen zugute, der durch die Coronakrise finanzielle und wirtschaftliche Einbußen hat oder haben könnte. Die größten Gruppen sind:

 

  • Beschäftigte
  • Selbstständige
  • Unternehmen
  • Familien
  • Mieter

 

Für diese Wirtschaftsteilnehmer wurden mehrere Schutzschirme mit einem großen Umfang sowie bestimmte Rechtsänderungen beschlossen. Das in der Geschichte beispiellose Hilfspaket sieht zum Beispiel folgende Maßnahmen vor.

 

>Rechtsänderung bei Mieten: Vermieter dürfen Mietern aktuell nicht kündigen, falls diese aufgrund der Coronakrise nicht dazu in der Lage sind, ihre Miete wie gewohnt zu Zahlen.

>Topf von 50 Milliarden Euro für Selbstständige: Kleinunternehmen, Freiberufler und Solo-Selbstständige können einen direkten Zuschuss in Höhe von bis zu 15.000 Euro über einen Zeitraum von drei Monaten hinweg erhalten.

>Stabilisierungsfonds für große Unternehmen: Für Großunternehmen wird ein Stabilisierungsfonds eingerichtet. Dieser beinhaltet unter anderem auch mögliche Kreditgarantien in Höhe von bis zu 400 Milliarden Euro. Zudem kann sich der Staat im Notfall an Unternehmen beteiligen.

>Sonderprogramme der KfW: Es werden Sonderkreditprogramme der KfW-Bank eingerichtet. Ab sofort können Betroffene Liquiditätshilfen im Gesamtumfang von 100 Milliarden Euro abrufen.

>Wegfall der Vermögensprüfung bei Hartz IV: Wer einen Antrag auf Hartz IV stellt, muss während der Coronakrise keine Vermögensprüfung über sich ergehen lassen. Die Prüfung der Wohnungsmiete fällt ebenfalls für ein halbes Jahr weg. Zudem sollen Familien mit deutlichen Einkommenseinbußen es leichter haben, einen Kinderzuschlag zu erhalten.

 >Neue Regeln zum Kurzarbeitergeld: Es gelten ab sofort erweiterte Regelungen zur Kurzarbeit, um  Arbeitslosigkeit weitestgehend zu verhindern.

>Hilfe für Kliniken und Krankenhäuser: Der Bund unterstützt die Krankenhäuser in Deutschland mit insgesamt über drei Milliarden Euro.

 

 

Der Maßnahmen-Plan übersichtlich nach Bausteinen

Abgesehen von den zuvor aufgeführten Maßnahmen, die der Bund beschlossen hat, gibt es weitere finanzielle Hilfen und Unterstützungsangebote, die Einzelpersonen und Unternehmen entlasten sollen. Dabei ging es vor allem darum, die Existenz zu sichern und zu verhindern, dass zahlreiche Bürger aufgrund der Coronakrise ihren Arbeitsplatz verlieren oder Unternehmen insolvent werden.

Somit gibt es – ergänzend und zum Teil vorgreifend – zu den genannten beschlossenen Hilfspaketen in der Übersicht die folgenden Maßnahmen:

  • Steuererleichterungen (Steuerstundungen oder Herabsetzungen von Steuervorauszahlungen)
  • Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen
  • Flexibleres Kurzarbeitergeld
  • Liquiditätshilfen der Länderbanken sowie der KfW
  • Entschädigungen für Personen, die unter Quarantäne stehen

 

Alle beschlossenen Maßnahmen lassen sich in eine von drei großen Gruppen einordnen, nämlich:

  • Stundung von Verbindlichkeiten, zum Beispiel Steuerschulden
  • Kredite
  • Zuschüsse und Hilfen ohne Rückzahlung

 

In den nächsten Abschnitten möchten wir uns auch mit Überbrückungskrediten beschäftigen, die als Liquiditätshilfe gedacht sind.

 

Überbrückungskredite seitens der KfW-Bank

Für viele Unternehmen wird jetzt ein sogenannter Überbrückungskredit wichtig sein. Dieser dient als Liquiditätshilfe und soll verhindern, dass Firmen aufgrund der Coronakrise zahlungsunfähig werden oder in Zahlungsverzug geraten. Zu diesem Zweck werden seitens der KfW mehrere Programme und Darlehen angeboten, wie zum Beispiel:

 

  • KfW-Sonderprogramm
  • KfW-Unternehmerkredit
  • ERP-Gründerkredit universell

 

Ein Problem sehen Experten bei den Krediten allerdings darin, dass diese keine unentgeltlichen Hilfen sind, sondern irgendwann zurückgezahlt werden müssen. Es wird also vorausgesetzt, dass die Kreditnehmer nach dem Ende der Coronakrise wieder ihren gewöhnlichen Geschäftsbetrieb in vollem Umfang durchführen können und wirtschaftlich in der Lage sein werden, die erhaltenen Darlehen zurückzuzahlen.

 

Schutzschirme auch für Privatpersonen

Der von der Bundesregierung aufgestellte Schutzschirm betrifft keineswegs nur Unternehmen und Selbstständige, sondern es wird ebenfalls an den normalen Bürger gedacht. Hier stehen unter anderem die Mieter im Fokus, die aufgrund von Einkommenseinbußen vielleicht nicht in der Lage sind, ihre Miete zu zahlen. Bei diesen Betroffenen dürfen Vermieter aktuell keine Kündigung vornehmen.

Bei Privatpersonen geht es allerdings häufig nicht nur um die Miete, sondern bei Einkommenseinbußen können manch andere Ausgaben nicht in gewohntem Umfang getätigt werden. In diesem Fall könnte ein sogenannter Mini- oder Kleinkredit dabei helfen, dass zumindest einige wichtige Ausgaben finanziert werden können.

Solche Kleinst- oder Kleinkredite können aber auch für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen interessant werden, falls die staatliche Soforthilfe nicht ausreicht oder unter bestimmten Umständen nicht in Anspruch genommen werden kann. Darauf gehen wir im folgenden Abschnitt etwas näher ein.

 

Welche Hilfen können Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen erwarten?

Die Experten rechnen damit, dass von der Coronakrise in erster Linie kleine Unternehmen, Solo-Selbstständige und auch Freiberufler betroffen sein werden. Bis zu 15.000 Euro Soforthilfe soll es für diese Gruppen geben. Die ersten sogenannten Notfalldarlehen wurden seitens der KfW sogar schon genehmigt. Es wird in dem Zusammenhang ausdrücklich betont, dass es sich bei den bis zu 15.000 Euro nicht um Darlehen, sondern um Finanzhilfen handeln wird. Das bedeutet: Die Hilfen müssen nicht zurückgezahlt werden.

In der Übersicht handelt es sich aktuell um die folgenden Zahlen:

 

  • Soforthilfe von bis zu 15.000 Euro für Unternehmen mit 6 bis 10 Vollzeitbeschäftigten
  • Einmalzahlung von 9.000 Euro für Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten
  • Gesamtvolumen: bis zu 50 Milliarden Euro

 

Nun kann es natürlich passieren, dass diese Einmalzahlung und finanzielle Hilfe des Bundes nicht ausreicht. Manchmal hängt es tatsächlich von wenigen Tausend Euro ab, ob die Existenz eines Solo-Selbstständigen oder Kleinunternehmens gesichert werden kann. Daher ist es wichtig, dass sich Betroffene auch über mögliche weitere finanzielle Alternativen informieren.

 

Kurzzeit- und Kleinkredite als mögliche Ergänzung oder Alternative

Eine Variante ist in dem Zusammenhang ein Minikredit oder ein Kleinkredit. Diese speziellen Kredite werden in der Regel für Darlehenssumme zwischen 500 und 2.500 Euro vergeben. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie schnell und einfach zu beantragen sind. Häufig findet keine so strenge Bonitätsprüfung statt, wie es bei gewöhnlichen Ratenkrediten der Banken der Fall ist. Somit können Mini- oder Kleinkredit eine ideale Ergänzung zu den Hilfen des Bundes und der Länder sein, die jetzt in Form verschiedener Maßnahmen in der Coronakrise beschlossen wurden.

 

Die bundesweiten Förderungen und Hilfen in der Übersicht

Bereits jetzt ist es für viele Bürger etwas unübersichtlich, welche Förderungen oder Hilfen sie unter welchen Voraussetzungen in Anspruch nehmen können. Dabei haben wir bis jetzt nur von den bundesweiten Möglichkeiten und Maßnahmen gesprochen. Darüber hinaus bestehen in den einzelnen Bundesländern weitere Optionen, auf die wir anschließend näher eingehen werden. Zunächst aber möchten wir Ihnen eine kurze Zusammenfassung liefern, welche Hilfen und Fördermöglichkeiten, Stundungen und sonstige Programme seitens des Staates bundesweit ins Leben gerufen wurden:

 

Förderungen

  • Staatliche Bürgschaften
  • Förderdarlehen
  • Mikrodarlehen bis 50.000 Euro ohne Sicherheiten
  • Mikro-Mezzanine-Fonds bis 50.000 Euro ohne Sicherheiten

 

Zuschüsse

  • Härtefallfonds
  • Kurzarbeitergeld

 

Steuerstundungen

  • Stundung von Steuerzahlungen mit gleichzeitigem Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen bis Ende des Jahres
  • Reduzierung von Steuervorauszahlungen
  • Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

 

Absicherung für Selbstständige

  • Grundsicherung für Selbstständige, sodass diese Anspruch auf ALG II haben
  • Freiwillige Arbeitslosenversicherung

 

Helikoptergeld und Grundeinkommen in der Diskussion

Eine weitere Hilfe des Staates, die es bisher allerdings nicht gibt, wird in Deutschland kontrovers diskutiert. Es handelt sich dabei zum einen um das sogenannte Helikoptergeld und zum anderen um ein zeitlich befristetes Grundeinkommen. In beiden Fällen würden die Bürger vereinfacht ausgedrückt vom Staat Geld ohne jegliche Auflagen geschenkt bekommen.

Das Helikoptergeld ist in den USA bereits beschlossene Sache. Dort soll jeder Bürger einen Scheck über bis zu 1.200 US-Dollar erhalten. Dieses Geld steht zur freien Verwendung, aber natürlich ist es gewünscht, dass es in die Wirtschaft fließt, also zu Konsumzwecken eingesetzt wird. Ein solches Helikoptergeld ist zwar auch in Deutschland in der Diskussion, aber bisher weder offiziell vorgeschlagen noch beschlossen.

Ebenfalls wird diskutiert, ob jeder Bürger für die nächsten sechs Monate ein bedingungsloses Grundeinkommen von beispielsweise 600 Euro erhalten könnte. Diese Maßnahme wäre natürlich ebenfalls der Coronakrise geschuldet. Allerdings gilt auch hier, dass es sich bisher lediglich um Vorschläge handelt, die in Teilen der Politik diskutiert werden.

Kommen wir daher zur zurück zu den Fakten und Maßnahmen, die bereits beschlossen sind und jetzt die Bundesländer betreffen.

 

Maßnahmen in den einzelnen Bundesländern

Bis zu dieser Stelle haben wir Sie über die Maßnahmen informiert, die der Bund auf Bundesebene getroffen hat, um die negativen finanziellen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus gibt es allerdings noch weitere Förderungen, Hilfen und Maßnahmen in den einzelnen Bundesländern. Was erfahren Sie im folgenden Teil unseres Beitrages?

Zunächst einmal führen wir in alphabetischer Reihenfolge alle 16 Bundesländer mit einem Direktlink zu den aktuellen Hilfen und Förderungen auf, die von den entsprechenden Landesbanken angeboten werden. Darüber hinaus erfahren Sie, worin Förderungen, Zuschüsse und Hilfen bestehen. In aller Regel werden Sie sich natürlich nur für Hilfen und Förderungen aus dem Bundesland interessieren, in dem Sie selbst leben und wohnen.

 

Baden-Württemberg

Corona-Soforthilfe für Selbstständige, Freiberufler und Künstler

 

Anträge auf Corona-Soforthilfe finden Sie hier. Die Anträge können hier vollelektronisch eingereicht werden. Der Betrag muss nicht zurückerstattet werden. Höhe der Soforthilfe in Baden-Württemberg:

  • 9.000 Euro für 3 Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten
  • 15.000 Euro für 3 Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten
  • 30.000 Euro für 3 Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Weitere Informationen >>

 

 

Kreditmöglichkeiten

Die L-Bank stellt während der Coronakrise unter anderem einen sogenannten Liquiditätskredit zur Verfügung. Dieser hat sich schon während der Finanzkrise im Jahre 2008 bewährt. Der Liquiditätskredit soll in erster Linie dazu genutzt werden, um vorübergehende Liquiditätsengpässe durch die Coronakrise abzufedern. Bei Bedarf ist der Liquiditätskredit mit einer Bürgschaft versehen und die Laufzeit bewegt sich zwischen vier und zehn Jahren. Wichtig zu erwähnen ist, dass die vorzeitige Rückzahlung des Kredites jederzeit kostenfrei möglich ist. Die Begrenzung der Darlehenssumme liegt bei normalerweise fünf Millionen Euro.

https://www.l-bank.de/artikel/lbank-de/tipps_themen/programmangebot-der-l-bank-bei-abflauender-konjunktur-und-krisensituationen.html

 

Bayern

Die LfA Förderbank in Bayern unterstützt Betroffene in der Coronakrise ebenfalls. Zum einen gibt es eine Liquiditätshilfe mittels Darlehen und zum anderen sogenannte Risikoübernahmen seitens der LfA Förderbank Bayern. Nicht zu vergessen ist in Bayern die Soforthilfe der Staatsregierung. Diese kann sich auf 5.000 bis 30.000 Euro belaufen. Die notwendigen Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des bayerischen Wirtschaftsministeriums.

 

Soforthilfe für Selbstständige und Freiberufler:

 

  • bis zu 5 Beschäftigte: 5000 €
  • bis zu 10 Beschäftigte: 7.500 €
  • bis zu 50 Beschäftigte: 15.000 €
  • bis zu 250 Beschäftigte: 30.000 €

 

Eine Rückzahlung der Soforthilfe ist nicht notwendig. Für die Beantragung ist ein Förderantrag auszufüllen und unterschrieben entweder per Mail oder auf postalischem Wege an die jeweilige Behörde zu senden.

https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

 

Berlin

In Berlin gibt es eine Soforthilfe I und Soforthilfe II. Die Soforthilfe I ist für kleine und mittlere Unternehmen gedacht, die bis zu 250 Mitarbeiter haben. Die Hilfe als solche besteht in einem zinslosen Überbrückungskredit, der bis zu 500.000 Euro betragen kann. Der Antrag ist bei der Investitionsbank in Berlin zu stellen.

Die Soforthilfe II in Berlin ist für Kleinunternehmen, Solo-Selbstständige sowie Freiberufler gedacht. In diesen Fällen dürfen maximal fünf Beschäftigte für den entsprechenden Selbstständigen oder Freiberufler arbeiten. Noch nicht festgelegt hat sich Berlin in diesem Fall auf die Höhe der Soforthilfe. Jedoch ist bekannt, dass bis zum Ende des Jahres insgesamt 100 Millionen Euro im Topf verfügbar sind. Sobald ein Antrag gestellt werden kann, erfahren Sie es hier.

Achtung: Der Senat von Berlin hat beschlossen, die Corona Zuschüsse in ein einheitliches Bundesprogramm zu überführen. Aus technischen Gründen ist deshalb die Antragsstrecke erst wieder ab dem 6.04.2020 aufrufbar.

https://www.ibb.de/de/foerderprogramme/liquiditaetshilfen-berlin.html

 

Brandenburg

Auch in Brandenburg gibt es in erster Linie ein Soforthilfeprogramm für kleinere und mittlere Unternehmen, aber auch Freiberufler können profitieren. Voraussetzung ist, dass nicht mehr als 100 Erwerbstätige im entsprechenden Unternehmen beschäftigt ist. Unter dieser Maßgabe gibt es eine gestaffelte Soforthilfe, je nachdem, wie viele Erwerbstätige im Unternehmen arbeiten. Die Hilfe reicht von 5.000 Euro (bis zu zwei Erwerbstätigen) bis zu 60.000 Euro (bis zu 100 Erwerbstätige). Auch diese Soforthilfe muss nicht zurückgezahlt werden und ist bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg zu beantragen.

https://www.ilb.de/de/index.html

 

Bremen

Das Bundesland Bremen stellt ein Corona Soforthilfeprogramm zur Verfügung. Dieses soll ein Liquiditätszuschuss sein, damit Betroffene die laufenden Kosten decken können. Antragsberechtigt sind alle Kleinstunternehmen, die zum einen weniger als zehn Beschäftigte haben und zum anderen nicht mehr als zwei Millionen Euro Jahresumsatz generieren. Darüber hinaus können Freiberufler und Solo-Selbstständige das Soforthilfeprogramm ebenfalls nutzen.

Die Soforthilfe in Bremen besteht aus einem Betrag von 5.000 Euro. Im Einzelfall sind sogar bis zu 20.000 Euro möglich. Allerdings ist dann ein entsprechender Nachweis für die Ausnahme zu erbringen. Charakteristisch für die Soforthilfe in Bremen ist ebenfalls, dass keine Rückzahlung stattfinden muss.

https://www.bab-bremen.de/stabilisieren/beratung/task-force.html

 

Hamburg

Ähnlich wie in Bremen gibt es auch im Bundesland Hamburg eine Corona Soforthilfe. Diese ist ebenfalls gedacht für kleine, mittlere Unternehmen sowie Freiberufler. Es existiert ebenfalls eine Staffelung nach Anzahl der Beschäftigen, die sich wie folgt darstellt:

 

  • Solo-Selbstständige: 2.500 €
  • bis zu zehn Mitarbeiter: 5.000 €
  • bis zu 50 Mitarbeiter: 10.000 €
  • bis zu 250 Mitarbeiter: 20.000 €

 

Diese Soforthilfe muss ebenfalls nicht an den Stadtstaat Hamburg zurückgezahlt werden.

https://www.ifbhh.de/magazin/news/coronavirus-hilfen-fuer-unternehmen

 

Hessen

Das Bundesland Hessen stockt die Corona-Soforthilfe des Bundes auf. Anträge können online beim Regierungspräsidium Kassel eingereicht werden.

Höhe der Soforthilfe in Hessen:

  • 0 bis 5 Arbeitnehmer: 10.000 Euro
  • 6 bis 10 Arbeitnehmer: 20.000 Euro
  • 11 bis 50 Arbeitnehmer: 30.000 Euro

Erstattet werden muss die Soforthilfe nicht. Zudem hat das Bundesland Förderdarlehen und Betriebsmittelkredite beschlossen.

 

Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine Liquiditätshilfe, die sowohl KMU (Kleinunternehmer) als auch Freiberufler in Anspruch nehmen können. Die Soforthilfe muss nicht zurückerstattet werden.

 

Höhe der Liquiditätshilfe:

    • Bis zu 5 Beschäftigte: bis 9.000 Euro
    • Bis zu 10 Beschäftigte: bis 15.000 Euro
    • Bis zu 24 Beschäftigte: bis 25.000 Euro
    • Bis zu 49 Beschäftigte: bis 40.000 Euro

 

https://www.lfi-mv.de/foerderungen/corona-soforthilfe/

 

Niedersachsen

Auch in Niedersachsen können Sie seit dem 25.03.2020 als Solo-Selbstständiger oder Kleinunternehmer eine Corona-Soforthilfe beantragen Die Höhe der Soforthilfe in Niedersachsen beträgt:

  • Bis 5 Beschäftigte: 3.000 Euro
  • Bis 10 Beschäftigte: 5.000 Euro
  • Bis 30 Beschäftigte: 10.000 Euro
  • Bis 49 Beschäftigte: 20.000 Euro

 

https://www.soforthilfe.nbank.de/

 

Nordrhein-Westfalen

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt mit einem Soforthilfeprogramm kleine und mittlere Unternehmen sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler. NRW stock das Hilfsprogramm des Bundes mit Beträgen in folgender Höhe auf. Die Soforthilfe muss nicht zurückerstattet werden.

 

Höhe der Soforthilfe in Nordrhein-Westfalen:

    • Bis 5 Mitarbeiter: 9.000 Euro (Bundesleistung)
    • Bis 10 Mitarbeiter: 15.000 Euro (Bundesleistung)
    • Bis 50 Mitarbeiter: 25.000 Euro (Landesleistung)

 

Hier können Sie einen elektronischen Antrag an die Bezirksregierung stellen

 

 

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gibt es bis dato Darlehen sowie Steuererleichterungen und im Bedarfsfall eine Bürgschaft. Zudem erweitert das Land Rheinland-Pfalz die Unterstützung des Bundes durch Sofortdarlehen, die zurückgezahlt werden müssen. Der Zuschuss des Bundes muss nicht zurückgezahlt werden, sofern er zur Überbrückung des Liquiditätsengpasses verwendet wird.

 

  • Höhe der Soforthilfe in Rheinland-Pfalz:
    • Bis zu 5 Beschäftigte: 9.000 Euro Bundeszuschuss + 10.000 Euro Sofortdarlehen bei Bedarf (max. 19.000 Euro)
    • Bis zu 10 Beschäftigte: 15.000 Euro Bundeszuschuss + 10.000 Euro Sofortdarlehen bei Bedarf (max. 25.000 Euro)
    • Bis zu 30 Beschäftigte: 30.000 Euro Sofortdarlehen des Landes zzgl. Landeszuschuss über 30 % der Darlehenssumme
    • Die Sofortdarlehen haben eine Laufzeit von 6 Jahren und sind bis Ende des 2021 zins- und tilgungsfrei.

 

https://isb.rlp.de/home/detailansicht/unterstuetzung-von-kmu-auch-in-krisenzeiten.html

 

Saarland

Im Saarland gibt es Soforthilfe für Künstler, Kulturschaffende und Kleinunternehmer. Voraussetzung für die Beantragung ist, dass es maximal zehn sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter im Unternehmen gibt und der Jahresumsatz bei maximal 700.000 Euro liegt. Unter dieser Voraussetzung beträgt die Soforthilfe zwischen 3.000 und 10.000 Euro. Eine Rückzahlung ist aller Voraussicht nach nicht angedacht.

https://www.sikb.de/node/211

 

Sachsen

Über die Förderbank Sächsische Aufbaubank werden aktuell Darlehen zwischen 5.000 und 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Außerdem gibt es eine Soforthilfe für Solo-Selbständige, Angehörige der Freien Berufe und kleine Unternehmen. Die Hilfe muss nicht zurückgezahlt werden, sofern der ausgezahlte Gesamtbetrag zur Überbrückung des Liquiditätsengpasses benötigt wird.

Höhe der Soforthilfe in Sachsen:

  • Bei bis zu 5 Beschäftigten bis zu 9.000 Euro
  • Bei bis zu 10 Beschäftigten bis zu 15.000 Euro

Förderportal der Sächsischen Aufbaubank (SAB)

 

Sachsen-Anhalt

Höhe der Soforthilfe in Sachsen-Anhalt:

    • Bis zu 5 Mitarbeitern: bis zu 9.000 Euro
    • 6 bis 10 Mitarbeitern: bis zu 15.000 Euro
    • 11 bis 25 Mitarbeitern: bis zu 20.000 Euro
    • 26 bis 50 Mitarbeitern: bis zu 25.000 Eur

Der Zuschuss von Sachsen-Anhalt muss nicht zurückgezahlt werden, wenn der ausgezahlte Gesamtbetrag zur Überbrückung des Liquiditätsengpasses benötigt wird. Den Antrag finden Sie hier:

https://www.ib-sachsen-anhalt.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Wirtschaft/Corona-Soforthilfe_Antrag_AN-0-123.pdf

Zudem gehört Sachsen-Anhalt zu den Bundesländern, die sich mit einem zusätzlichen Soforthilfeprogramm speziell an Künstler wenden. In diesem Fall gibt es für die betroffenen Schriftsteller, Künstler in den Bereichen Musik oder bildende Kunst zunächst einmal für einen Zeitraum von zwei Monaten jeweils 400 Euro pro Monat. Dieser Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden und kann per Post beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt beantragt werden.

https://lvwa.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/LVWA/LVwA/Dokumente/3_wirtschaft_kultur_verbrschutz_bau/303/Corona/146050.pdf

 

 

 

Schleswig-Holstein

Die finanziellen Hilfen in Schleswig-Holstein, für die insgesamt 500 Millionen Euro als Soforthilfe zur Verfügung stehen, richten sich an Kleinunternehmer, Solo-Selbstständige und kleinere Gewerbetreibende, die durch die Coronakrise in ihrer Existenz bedroht sind. Die Höhe der Soforthilfe ist gestaffelt und beträgt für Solo-Selbständige 2.500 Euro, für Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern 5.000 Euro und für alle anderen kleineren Unternehmen, die die zuvor genannten Voraussetzungen erfüllen, wird ein Betrag von 10.000 Euro gezahlt. Es muss keine Rückzahlung der Soforthilfe erfolgen, wenn der ausgezahlte Gesamtbetrag zur Überbrückung des Liquiditätsengpasses benötigt wird. Bei Überkompensation muss der Differenzbetrag zurückgezahlt werden.

https://www.ib-sh.de/aktuelles/presse/pressemitteilung/landesregierung-und-foerderbanken-starten-gegen-folgen-der-corona-krise-schleswig-holstein-finanzierungsinitiative-fuer-stabilitaet/

 

Thüringen

In Thüringen gibt es für Einzelunternehmen und Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeitern eine Soforthilfe in Höhe von bis zu 30.000 Euro. Die Thüringer Soforthilfe muss nicht zurückgezahlt werden, wenn der ausgezahlte Gesamtbetrag zur Überbrückung des Liquiditätsengpasses benötigt wird.

Beantragen können Sie die Corona-Soforthilfe ab sofort bei der Thüringer Aufbaubank (TAB).



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