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Kredit trotz Pfändungsschutzkonto (P-Konto): Das sollten Sie wissen

Möchten Sie bei einer in Deutschland ansässigen Bank einen Kredit aufnehmen, müssen Sie eine gute Bonität nachweisen. Sie setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Eine besondere Rolle spielt das Einkommen sowie die Schufa Auskunft. In der Schufa sind verschiedene Informationen gespeichert, die Rückschlüsse auf Ihre Zahlungsfähigkeit zulassen. Sind Sie überschuldet oder liegen Pfändungen vor, hat dies sehr negative Auswirkungen und führt in der Regel dazu, dass Ihr Kreditantrag abgelehnt wird. Auch einen Dispokredit werden Sie in diesem Falle nur sehr schwer bekommen. Wir beantworten Ihnen die häufigsten Fragen zum Thema Kredit trotz Pfändungsschutzkonto.

 

Was ist ein P-Konto?

Was ist ein Minikredit?P-Konto ist die Abkürzung für Pfändungsschutzkonto. Um Ihr Einkommen bei einer Pfändung vor dem Zugriff von Gläubigern zu schützen, haben Sie seit einigen Jahren die Möglichkeit, ein solches Konto beantragen. Alle Geldeingänge, die auf diesem Konto zu verzeichnen sind, werden bis zu einem bestimmten Betrag automatisch vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt. Dabei ist es völlig unerheblich, wie hoch die Forderungen sind und wie viele Gläubiger Ansprüche haben. Der Basisschutz liegt zur Zeit bei 1178,59 Euro pro Monat. Er wird in der Regel alle zwei Jahre vom Gesetzgeber überprüft und den aktuellen Anforderungen angepasst. Die letzte Änderung hat es am 1. Juli 2019 gegeben.

 

Auf Antrag kann der Freibetrag auf dem P-Konto erhöht werden

Die Voraussetzung dafür ist, dass Sie eine P-Konto-Bescheinigung bei der Bank vorlegen können. Diese Bescheinigung erhalten Sie, wenn Kindergeld oder andere Sozialleistungen auf dem Konto eingehen oder wenn Sie Unterhaltsverpflichtungen zu erfüllen haben. Sind Ihre Einkünfte sehr hoch, gelten eventuell Sonderregelungen. Dann können Sie beim zuständigen Vollstreckungsgericht einen Antrag stellen, dass der Freibetrag auf Ihrem P-Konto erhöht wird. Hier gelten individuelle Regelungen. Jede Person darf nur ein P-Konto einrichten. Außerdem ist ein P-Konto grundsätzlich als Einzelkonto zu führen. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass der Pfändungsschutz eine persönliche Angelegenheit ist. Genau das ist der Grund, warum es nicht statthaft ist, ein P-Konto als Gemeinschaftskonto einzurichten.

 

Sie können ein bestehendes Konto jederzeit in ein P-Konto umwandeln lassen

Möchten Sie ein neues Konto eröffnen und besitzen noch kein P-Konto, können Sie zusammen mit dem Kontoeröffnungsantrag gleich einen Antrag auf ein P-Konto stellen. Geht eine Pfändung auf Ihrem Konto ein, können Sie bis zum monatlichen Freibetrag über Ihr Geld verfügen. Alles, was darüber hinaus auf dem Konto eingeht, wird an den oder die Gläubiger weitergeleitet. Sie haben jedoch einmalig die Möglichkeit, in einem Monat nicht verbrauchte Freibeträge in den nächsten Monat überschreiben zu lassen. Sofern Sie noch kein P-Konto besitzen und eine Pfändung auf Ihrem Konto eingeht, können Sie Ihr Konto innerhalb von 4 Wochen in ein P-Konto umwandeln lassen. Dann ist der Basisbetrag ebenfalls geschützt.

 

Welche Auswirkungen hat ein P-Konto auf den Schufa-Score?

Voraussetzungen für einen MinikreditEs ist empfehlenswert, dass Sie nur dann ein P-Konto einrichten lassen, wenn es wirklich notwendig ist. Das bedeutet, dass entweder bereits eine Pfändung vorhanden ist oder dass sie unmittelbar bevorsteht. Andernfalls sollten Sie lieber auf ein P-Konto verzichten. Es wird der Schufa gemeldet. Das ist wichtig, damit die Banken einen Abgleich durchführen können, ob bereits ein P-Konto existiert. Es ist nicht gestattet, dass eine Person zwei oder mehr P-Konten bei unterschiedlichen Banken führt. Negative Auswirkungen auf Ihre Bonität brauchen Sie durch ein P-Konto nicht zu befürchten. Das gilt zumindest für die Existenz des P-Kontos. Viel schwerwiegender sind die Gründe, die zur Einrichtung eines P-Kontos geführt haben. Pfändungen, Mahn- und Vollstreckungsbescheide oder laufende Insolvenzverfahren können sehr wohl dazu beitragen, dass sich Ihre Bonität verschlechtert.

 

Gibt es einen Dispokredit trotz P-Konto?

Generell ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie einen Dispokredit von Ihrer Bank erhalten, wenn Sie ein P-Konto besitzen. In der Praxis wird dies eher selten der Fall sein. Die besten Chancen haben Sie, wenn Sie bereits vor der Einrichtung eines P-Kontos einen Dispokredit hatten. Dann kann Ihnen die Bank den Kredit nicht einfach kündigen, sofern nicht triftige Gründe gegen die Weiterführung sprechen. Hatten Sie bisher keinen Dispokredit, werden Sie ihn mit hoher Sicherheit auch mit einem P-Konto nicht bekommen. Das Gleiche gilt für den Fall, dass Sie ein neues Konto als P-Konto eröffnen.

 

Welche anderen Kreditmöglichkeiten haben Sie mit einem Pfändungsschutzkonto?

Alternativen zum MinikreditEs ist grundsätzlich denkbar, dass Sie trotz P-Konto einen Ratenkredit von Ihrer Hausbank beziehungsweise einer anderen Bank oder Sparkasse erhalten. Das gestaltet sich jedoch meistens schwierig. Der Grund ist nicht das P-Konto, sondern die Pfändung oder die mangelnde Bonität, die den Wunsch nach einem P-Konto ausgelöst hat. Deutsche Banken und Sparkassen vergeben in der Regel nur einen Raten- oder Konsumentenkredit, wenn die Schufa einwandfrei ist. Es werden höchstens kleinere Einträge geduldet, zu denen eine Pfändung aber nicht zählt. Ganz im Gegenteil – eine Pfändung ist immer ein schwerwiegender negativer Eintrag, der alle Kreditwünsche zunichte machen kann. Das gilt auch dann, wenn Sie ein festes Einkommen in einer ausreichenden Höhe vorweisen können. Es gibt aber auch Kreditgeber, die allein aus der Existenz eines P-Kontos den Schluss ziehen, dass Sie in der Zukunft nicht oder nur eingeschränkt in der Lage sein werden, Ihren Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit dem Kredit nachzukommen. Die Konsequenz davon ist, dass Ihr Kreditantrag abgelehnt wird.

 

Wie können Sie Ihre Chancen auf einen Kredit trotz Pfändungsschutzkonto erhöhen? Welche Alternativen gibt es?

Was macht den Minikredit interessant?Können Sie der Bank einen zahlungskräftigen Bürgen nennen oder finden Sie eine Person, die bereit ist, Ihren Kreditantrag mit zu unterschreiben, stehen Ihre Chancen auf eine Kreditaufnahme wesentlich besser. Ein Bürge muss geeignet sein. Er darf keine negativen Schufa Einträge besitzen und muss ein Einkommen nachweisen, das hoch genug ist, um seinen eigenen Verpflichtungen nachzukommen und gleichzeitig die Zahlung Ihrer Kreditraten zu übernehmen, wenn Sie dies vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr können.

 

Sie haben außerdem die Möglichkeit, sich an einen seriösen privaten Kreditvermittler zu wenden. Achten Sie aber darauf, dass Sie keine Gebühren vor der Kreditaufnahme entrichten. Auch ein Kreditantrag darf Sie nichts kosten. Bestehen hier nur geringe Zweifel, ist es besser, auf einen Kredit zu verzichten, als sich der Gefahr auszusetzen, an einen unseriösen Anbieter zu geraten. Kredite von Privat erfreuen sich großer Beliebtheit. Solche Kredite müssen nicht von Personen kommen, die Sie persönlich kennen. Es gibt verschiedene Kreditvermittlungsportale, die private Kreditgeber und private Kreditsuchende zusammenbringen möchten. Die Konditionen der Kreditvergabe machen die Vertragspartner unter sich aus. Die Portale haben keinen Einfluss darauf, ob ein Kreditvertrag zustande kommt, sondern stellen nur die Infrastruktur für die Vermittlung zur Verfügung.

 

Fazit

Gefahren bei einem MinikreditSie können einen Ratenkredit beantragen, wenn Sie ein P-Konto besitzen. Allerdings sollten Sie sich die Frage stellen, ob dies wirklich notwendig ist. Sind Sie bereits überschuldet, sollten Sie dies als Warnsignal verstehen und sich nicht durch eine Kreditaufnahme neue Probleme schaffen. Wovon möchten Sie die Kreditraten zahlen? Ist dies überhaupt realistisch? Im Zweifelsfall ist es besser, Abstand zu nehmen und nach anderen Alternativen Ausschau zu halten.

Haben Sie ernsthafte finanzielle Probleme, da Ihre Ausgaben die Einnahmen übersteigen oder weil eine Pfändung vorliegt, sollten Sie darüber nachdenken, sich professionelle Unterstützung zu suchen und von einer Kreditaufnahme Abstand nehmen. Hier empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einer seriösen Schuldnerberatung. Entsprechende Angebote finden Sie zum Beispiel bei Wohlfahrtsorganisationen oder beim örtlichen Sozialamt. Wir haben Ihnen hier einige Möglichkeiten zusammengefasst.

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