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Minikredit für Arbeitslose

Viele Beschäftigte trifft der Jobverlust wie ein Nackenschlag. Er verändert das tägliche Leben und wirkt sich negativ auf das Selbstbewusstsein aus, er kann auch zu finanziellen Problemen führen. Aufgrund der geringeren Einkünfte ist zugleich die Möglichkeit begrenzt, Finanzbedarf mit einem Kredit zu decken. Mit einem Minikredit für Arbeitslose können Sie zumindest kurzfristige Lücken schließen.

 

Warum Arbeitslose in finanzielle Schwierigkeiten geraten

Minikredit für Arbeitslose

Kredit für Arbeitslose – geht das? Foto: istock/SARINYAPINNGAM

Arbeitslosigkeit geht mit deutlich niedrigeren Einkünften einher. Aus zwei Gründen können Arbeitslose deshalb in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Erstens kann es sein, dass man in Zeiten, in denen man noch erwerbstätig war, finanzielle Verpflichtungen eingegangen ist. So kann es passieren, dass man sich beispielsweise sein Fahrzeug nicht mehr leisten kann, sobald man arbeitslos ist. Die Ausgaben sind auf einmal größer als das Einkommen. Mit dem damaligen Verdienst wäre die Finanzierung des Fahrzeugs kein Problem gewesen. Zweitens kann während der Arbeitslosigkeit überraschender Finanzbedarf entstehen, der sich weder mit dem Arbeitslosengeld noch aus vorhandenem Vermögen stemmen lässt. Es kann zum Beispiel passieren, dass Sie einen neuen Herd brauchen oder dass eine hohe Nachzahlung der Nebenkosten notwendig ist. In beiden Fällen können Sie auf eine Finanzspritze angewiesen sein. Es stellt sich nun die Frage, wer Ihnen am besten in dieser Notsituation helfen kann.

 

Bonität: Großer Unterschied zwischen Arbeitslosengeld 1 und 2

Wollen Sie einen Kredit für Arbeitslose abschließen, sollten Sie sich zuerst mit dem grundlegenden Unterschied zwischen ALG 1 und ALG 2 befassen. Der Umfang der Zahlungen differiert erheblich, deswegen weichen die Chancen auf einen Kredit für Arbeitslose stark voneinander ab. Während die Empfänger von ALG 1 gewisse Chancen auf einen Ratenkredit haben, kommen bei ALG 2 lediglich Kredite der Arbeitsagentur oder Minikredite in Frage.

 

Die wesentlichen Merkmale beider Leistungen im Überblick:

  • ALG 1: Das Arbeitslosengeld orientiert sich am bisher erhaltenen Lohn. Entscheidend ist das Gehalt in den letzten 12 Monaten, der Staat zahlt 60 Prozent des um eine Pauschale für Sozialversicherungsbeiträge, Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag reduzierten Bruttolohns. Bei einem Kind, für das die Familienkasse Kindergeld überweist, erhöht sich der Satz auf 67 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenze deckelt die Höhe des Arbeitslosengelds. Verdienen Sie gut, beträgt Ihr monatliches Arbeitslosengeld über 2.000 Euro. Das setzt voraus, dass sie in den letzten zwei Jahren mindestens zwölf Monate versicherungspflichtig waren. Die Höchstdauer des Bezugs beträgt 12 Monate, bei über 50-Jährigen unter Umständen 24 Monate.

 

  • ALG 2: Bei dieser Sozialleistung spielt Ihr Gehalt keinerlei Rolle. Sie soll Empfängern den Lebensunterhalt ermöglichen. Einen Anspruch hat jeder. Zum Teil fallen Arbeitslose aus dem ALG 1 nach Erreichen der Höchstdauer in ALG 2. Diese Leistung beantragen zudem Menschen, die noch nie in die Sozialkassen eingezahlt haben. Dazu gehören jüngere Arbeitslose und Selbstständige, die sich nicht freiwillig in der Arbeitslosenversicherung versichert haben. Die Höhe des ALG 2 ist überschaubar: Der Regelsatz liegt bei 424 Euro im Monat, zusätzlich übernimmt die Arbeitsagentur die Kosten für die Unterkunft und die Heizung. Gegebenenfalls gibt es Sonderleistungen, zum Beispiel für Alleinerziehende.

 

Es ist offensichtlich, dass ALG-1-Empfänger mit einem hohen Arbeitslosengeld auf einen gewöhnlichen Ratenkredit hoffen können. Das trifft zumindest auf eher kurzfristige Ratenkredite von einem Jahr zu, wenn Arbeitslose so lange Anspruch auf das ALG 1 haben. Bei ALG 2 weisen die Betroffenen dagegen minimale finanzielle Spielräume auf, einen normalen Ratenkredit können sie nicht finanzieren. Eine Bank stimmt nur möglicherweise bei einer zusätzlichen Sicherheit wie einer Bürgschaft zu.

 

Minikredit für Arbeitslose: Das zeichnet ihn aus

Innovative Finanzdienstleister wie Cashper und Vexcash haben sich auf diese Kurzzeitkredite spezialisiert. Sie wickeln diesen Minikredit für Arbeitslose größtenteils online ab, die Verwaltungskosten sind im Gegensatz zu Banken niedrig. Deshalb können sie mit diesen Minikrediten Geld verdienen, obwohl die Standardlaufzeit 14 oder 30 Tage beträgt und die möglichen Kreditsummen bei rund 100 Euro beginnen. Bei diesen kurzen Laufzeiten und niedrigen Beträgen gehen die Dienstleister zugleich ein geringes Risiko ein. Aus diesem Grund zeigen sie sich bei der Bonitätsprüfung liberal, während die meisten Banken einen Kredit für Arbeitslose strikt ablehnen.

Bevor Sie einen Minikredit für Arbeitslose abschließen, sollten Sie zwei wichtige Aspekte beachten: Erstens fordern die Unternehmen bei einem Minikredit für Arbeitslose einen hohen Zinssatz, der zum Teil die hohen Dispozinsen übersteigt. Die tatsächlichen Kosten halten sich aufgrund der kurzen Laufzeit aber im erträglichen Rahmen. Zweitens bieten die Dienstleister mehrere Zusatzoptionen. Als Kreditnehmer können Sie Ihren Kredit für Arbeitslose zum Beispiel mit der Ratenoption auf zwei Monate strecken, dafür fallen jedoch erhebliche Gebühren an. Auch bei einer Expressüberweisung kommen immense Gebühren auf Sie zu.

Sie können auch die Arbeitsagentur kontaktieren. Die Arbeitsagentur begleitet Sie während Ihrer gesamten Zeit, in der Sie keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Bei finanziellen Notlagen sollten Sie den Kontakt zu Ihrer Sachbearbeiterin oder Ihrem Sachbearbeiter suchen.

Die sichere Möglichkeit: Kredit für Arbeitslose von der Arbeitsagentur

Liegt eine Notsituation vor, können Sie sich an Ihre Arbeitsagentur wenden. Auch sie vergibt einen Kredit für Arbeitslose, die Entscheidung trifft der Sachbearbeiter nach seinem Ermessen. Es muss dafür einen dringenden Grund geben, zum Beispiel die Kosten für einen Umzug oder das Bezahlen einer Mietkaution. Dieser Kredit für Arbeitslose ist zweckgebunden, Sie müssen die Rechnungen vorlegen. Gibt es diese Möglichkeit, sollten Sie diese nutzen: Diese Kredite der Arbeitsagentur sind günstig, die Raten niedrig. Sie geraten hier in keine Kostenfalle. Da Sie grundsätzlich Kredite verantwortungsbewusst aufnehmen sollten, empfehlen wir diese Möglichkeit. Wenn die Arbeitsagentur keinen dringenden Grund sieht, Ihnen einen Kredit zu gewähren, sollten Sie davon absehen, einen hochpreisigen Kredit bei einem Minikreditanbieter aufzunehmen.

 

Minikredit für Arbeitslose: Die besten Anbieter im Überblick

Inzwischen haben sich mehrere Startups auf dem deutschen Markt für Minikredite etabliert, wir stellen Ihnen die bedeutendsten Dienstleister kurz vor:

 

Cashper: Kredit für Arbeitslose auch bei negativer Schufa

Cashper Minikredit Zu den bekannten Finanzdienstleistern im Bereich Kurzzeitkredite gehört Cashper. Erstkunden können bereits einen Minikredit für Arbeitslose zwischen 100 und 1.500 Euro beantragen. Ein negativer Schufa-Eintrag ist kein Ausschlussgrund, Cashper beurteilt jeden Kreditantrag individuell. Bei einer Laufzeit bis zu 30 Tagen fallen ausschließlich Zinsen an. Möchten Sie die Laufzeit mit der 2-Raten-Option verlängern, stemmen sie eine Gebühr von mindestens 45 Euro. Cashper setzt ein Nettoeinkommen von 700 Euro voraus, dabei kann es sich um Sozialleistungen handeln.

 

Vexcash: Laufzeit bis zu 90 Tagen möglich

Vexcash Der Dienstleister Vexcash verleiht an Neukunden Summen zwischen 100 und 500 Euro, welche diese ohne zusätzliche Gebühren innerhalb von 15 oder 30 Tagen zurückzahlen. Sie können gegen Gebühr alternativ eine 2- oder 3-Ratenoption wählen. Das geforderte Mindesteinkommen liegt bei niedrigen 500 Euro. Als vorteilhaft erweist sich die rasche Auszahlung, die zwei bis vier Tage nach dem Kreditantrag erfolgt. Diese Sofortauszahlung kostet keine Extragebühr, sie ist Bestandteil des Kundenservice.

 

Ferratum: Kredit für Arbeitslose bereits ab 50 Euro

Das Unternehmen Ferratum fällt mit der geringen Mindestsumme von 50 Euro positiv auf. Manche Arbeitslose brauchen wenig Geld, um zum Beispiel eine bestehende Stromrechnung zu bezahlen. Bei Ferratum können sie sich passgenau Kleinbeträge zwischen 50 und 1.000 Euro leihen. Konkrete Voraussetzungen für einen Minikredit für Arbeitslose nennt der Anbieter nicht, grundsätzlich agiert er bei der Kreditvergabe großzügig. Wer den “XpressService” abschließt, sorgt für ein zinsfreies Darlehen, der Gutscheincode lautet „keinezinsen“.

 

 

Fazit: Minikredit für Arbeitslose nur im dringenden Fall aufnehmen

Last but not least: Als Arbeitsloser verfügen Sie über begrenzte finanzielle Ressourcen. Vereinbaren Sie deshalb nicht unnötig einen Minikredit für Arbeitslose, belasten Sie sich nicht ohne triftigen Grund mit der Tilgung und den Zinskosten. Wir raten Arbeitslosen dazu, sich bei der Kreditaufnahme auf unumgänglichen Finanzbedarf zu beschränken und als Erstes immer die Arbeitsagentur zu kontaktieren.

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